Formenbau und Abguss · 2026
Urmodell für Silikonformen 3D drucken lassen
Kann man das Urmodell für eine Silikonform 3D drucken?
Ja: Ein Maker druckt das Urmodell (das Original), du machst davon eine Silikonform und gießt Kopien aus Gießharz, Gips, Wachs, Seife, Beton oder Schokolade. Resin für kleine Teile mit Details, denn Silikon bildet alles ab, auch die Schichtlinien; FDM für Großes. Ein Teil von etwa 7,5 cm in Resin kostet 15 € bis 40 €, ohne MwSt. und Versand. Wenn du Platin-Silikon verwendest, muss das Urmodell vollständig ausgehärtet sein. Fabrishare ist ein Maker-Netzwerk: Stell dein Projekt kostenlos ein und erhalte Angebote in 24–48 Stunden.
Was lässt sich von einem gedruckten Urmodell abformen?
Das Urmodell wird einmal gedruckt, die Form liefert die Kopien – in Materialien, die man nicht drucken kann. Üblich ist, je nach Abgussmaterial:
| Abguss aus | Form | Worauf es beim Urmodell ankommt | Achtung |
|---|---|---|---|
| Gießharz | Silikon | Glatte Oberfläche: Jede Spur wird abgeformt | Blasen vermeidet man beim Gießen, nicht am Urmodell |
| Gips, Keramikgips oder Beton | Silikon oder gedruckte starre Form | Flache Basis und leicht geneigte Wände | Große Teile besser in FDM und in Segmenten |
| Wachs und Kerzen | Silikon | Feine Details, keine unmöglichen Hinterschnitte | Der Docht braucht sein Loch im Urmodell |
| Seife | Silikon | Kräftiges Relief, runde Kanten | Sehr feine Details gehen beim Entformen verloren |
| Schokolade und Backwaren | Lebensmittelechtes Silikon | Glattes, versiegeltes Urmodell | Das gedruckte Teil berührt nie das Lebensmittel |
| Ton, Modelliermasse oder Silberton | Stempel oder direkt gedruckte Form, in Resin | Scharfes Negativ-Relief | Schwefelhaltiger Ton verdirbt Platin-Silikon |
Resin oder FDM für das Urmodell?
Das hängt von der Größe ab und davon, wie glatt der Abguss werden soll:
Resin: für Kleines mit Details
Feine Schichten, fast glatte Oberfläche: der Normalfall für Urmodelle von Figuren, Schmuck, Modellbauteilen, Stempeln und Reliefs. Lass es geschliffen und grundiert liefern, wenn der Abguss perfekt sein soll – Silikon gibt sogar den Abdruck einer Stütze wieder.
FDM: für Großes
Pflanzkübel, Platten, Betonteile oder Urmodelle ab 20 cm. Die Schichten sieht man stärker: Der Maker kann das Teil schleifen und grundieren oder versiegeln, damit sie nicht in die Form übergehen. Gib das im Projekt an, denn es ist Nachbearbeitung.
Die Form direkt drucken
Für Gips, Beton, Seife oder Ton reicht es manchmal, die Form (oder den Stempel) ohne Silikon zu drucken. Sie ist starr: Die Wände brauchen eine leichte Neigung, Hinterschnitte gehen nicht, und die Schichten zeichnen sich im Abguss ab. Für Lebensmittel nicht: Da wird das Urmodell gedruckt und die Form aus lebensmittelechtem Silikon gegossen.
Bleibt das Silikon klebrig, war das Urmodell nicht ausgehärtet
Platin-Silikon (additionsvernetzend) härtet an 3D-Druck-Resin, das noch nicht fertig ausgehärtet ist, unter Umständen nicht aus: Es bleibt genau an der Oberfläche des Urmodells weich oder klebrig. Das Problem ist bekannt und lösbar.
Was Silikonhersteller empfehlen: Teil gründlich waschen, mindestens 6 Stunden unter UV-Licht nachhärten und dabei drehen, damit das Licht überall hinkommt (tiefe Stellen im Schatten machen Probleme), mit klarem Acryllack oder einer Epoxidbeschichtung versiegeln und zuerst an einer kleinen Stelle testen. Klares Resin härtet innen besser durch als deckendes. Zinn-Silikon (kondensationsvernetzend) ist kaum anfällig, die Form hält gelagert aber weniger lang.
Schreib bei der Bestellung ins Projekt, dass es ein Urmodell für Platin-Silikon ist: Der Maker liefert es vollständig ausgehärtet und, wenn du willst, versiegelt.
So sollte das Urmodell sein
Was hilft, damit die Form beim ersten Mal gelingt, und was meistens Ärger macht:
Hilft
- Glatte Oberfläche: feine Schichten, Schleifen und Grundierung
- Eine flache Basis zum Ankleben am Boden des Formkastens
- Bei starren Formen Wände mit 1–2° Neigung zum Entformen
- Geschlossenes Teil: Ablauflöcher verschlossen und verschliffen
- Ein passgenau gedruckter Formkasten, wenn du ihn gleich mitbestellst
Macht Ärger
- Tiefe Hinterschnitte in einer starren Form: Der Abguss kommt nicht heraus
- Unbehandelte Schichtlinien: Sie erscheinen auf jeder Kopie
- Offene Löcher: Silikon läuft hinein und die Form reißt beim Entformen
- Sehr dünne Stellen, die in der Form stecken bleiben
- Nicht ganz ausgehärtetes Resin mit Platin-Silikon
Was kostet ein gedrucktes Urmodell?
Größenreferenzen aus dem Fabrishare-Rechner, ohne MwSt. und Versand: Ein Teil von etwa 7,5 cm in Resin braucht etwa 1,5 Stunden Maschinenzeit, eines von 20 cm etwa 4 Stunden. Feinschliff, Grundierung oder Versiegelung für die Abformung können extra kosten: Gib es im Projekt an, dann steht es im Angebot.
| Größenreferenz | Technologie | Spanne | Üblich |
|---|---|---|---|
| Büste 75 mm | Resin | 15 € – 40 € | 25 € |
| Figur 20 cm | Resin | 21 € – 55 € | 34 € |
| Kleines Ersatzteil (Halter, Clip) | FDM | 6 € – 17 € | 10 € |
| Mittleres Gehäuse oder Deckel | FDM | 7 € – 19 € | 12 € |
Große Urmodelle in FDM und große gedruckte Formen haben keinen Richtpreis: Das hängt von den Maschinenstunden, der Aufteilung und dem Finish ab. Jeder Maker nennt seinen Preis, wenn er die Datei sieht.
Was du dem Maker sagen solltest
- 1
Die Datei in Originalgröße
Die STL- oder STEP-Datei des Teils genau so, wie die Kopie werden soll. Hast du keine, modellieren oder scannen manche Maker sie nach einem Teil.
- 2
Wofür es ist
Dass es ein Urmodell für eine Form ist, woraus du gießt und welches Silikon du nimmst (Platin oder Zinn). Danach richten sich Resin oder FDM und die Nachhärtung.
- 3
Das Finish
Ob du es geschliffen, grundiert oder versiegelt willst oder selbst schleifst. Das verändert die Kopien am meisten.
- 4
Wie viele Urmodelle
Eins pro Form. Willst du mit mehreren Formen gleichzeitig schneller produzieren, bestell mehrere Urmodelle im selben Projekt: Das ist günstiger als einzeln.
Urmodelle und Formen im Netzwerk
Eine der 110 zwischen Mai und Oktober 2026 erfassten Anfragen war ein Satz Negativstempel für Silberton: eine direkt gedruckte Form, in Resin.
Schmuck aus Metall: ein anderer Weg
Für einen Guss in Silber oder Gold braucht es keine Silikonform: Das Stück wird aus ausbrennbarem Resin gedruckt und im Wachsausschmelzverfahren gegossen.
Schmuck aus dem 3D-DruckerForm oder jede Kopie drucken?
Ist die Kopie aus Kunststoff und brauchst du nur wenige, ist Drucken manchmal besser. Die Form lohnt sich bei Materialien, die man nicht drucken kann, oder bei vielen Kopien.
Kleinserien im 3D-DruckVor der Form der Prototyp
Kann sich das Teil noch ändern, druck erst ein Testteil, bevor du die Form machst.
Prototyp drucken lassenKleine Marken und Werkstätten
Kerzen, Seifen, Figuren oder Betonteile in Serie: Urmodelle und Nachbestellungen für deine Produktion.
3D-Druck für UnternehmenKein 3D-Modell
Nach Skizzen, Fotos oder einem Teil zum Nachbauen modellieren oder scannen manche Maker; das wird separat angeboten.
Keine STL-Datei?
So lässt du dein Urmodell drucken
- 1Stell dein Projekt kostenlos ein: mit Datei, Abgussmaterial, dem Silikon, das du nimmst, und dem gewünschten Finish.
- 2Maker aus dem Netzwerk schicken dir in 24–48 Stunden ihr Angebot mit Preis, Technologie und Lieferzeit.
- 3Du wählst aus, der Maker druckt das Urmodell und schickt es dir fertig zum Abformen.
Häufige Fragen
Was ist ein Urmodell?
Das Originalteil, von dem die Form abgenommen wird. Es wird mit Silikon umgossen und entformt; der Hohlraum dient dann zum Gießen von Kopien aus Gießharz, Gips, Wachs, Seife und anderen Materialien. Es 3D zu drucken ist der schnellste Weg, wenn das Teil nur als Datei existiert.
Resin oder FDM für das Urmodell?
Resin für kleine Teile mit Details, weil die Oberfläche fast glatt wird; FDM für große Teile, geschliffen oder versiegelt, damit die Schichten nicht zu sehen sind. Ein Teil von etwa 7,5 cm in Resin kostet 15 € bis 40 €, eines von 20 cm 21 € bis 55 €, ohne MwSt. und Versand.
Warum härtet das Silikon an meinem Druckteil nicht aus?
Das passiert bei Platin-Silikon, wenn das Resin nicht vollständig ausgehärtet ist: Es bleibt dort klebrig, wo es das Urmodell berührt. Abhilfe: das Teil mindestens 6 Stunden unter UV-Licht nachhärten und dabei drehen, mit klarem Acryllack oder einer Epoxidbeschichtung versiegeln und vorher an einer kleinen Stelle testen. Zinn-Silikon hat das Problem kaum.
Sieht man die Druckschichten auf den Kopien?
Ja, wenn sie nicht behandelt werden: Silikon bildet jedes Detail ab, auch Schichtlinien und Spuren der Stützen. Bei Resin sieht man sie kaum; bei FDM muss das Teil geschliffen, grundiert oder versiegelt werden. Gib das im Projekt an.
Kann man die Form selbst drucken?
Ja, für Gips, Beton, Seife oder Ton und als Stempel. Es ist eine starre Form: Die Wände brauchen 1–2° Neigung, Hinterschnitte gehen nicht, und der Abguss zeigt die Schichtlinien. Für detailreiche Teile oder Hinterschnitte sind Urmodell und Silikon besser.
Geht das auch für Schokoladenformen?
Ja, aber das gedruckte Teil sollte das Lebensmittel nicht berühren: In den Fugen zwischen den Schichten setzt sich Schmutz fest. Man druckt das Urmodell, versiegelt es und gießt die Form aus lebensmittelechtem Silikon.
Kann ich auch die Form oder die Kopien bekommen?
Über Fabrishare bestellst du den Druck. Willst du zusätzlich die Form oder die Kopien, schreib es ins Projekt: Jeder Maker sagt dir in seinem Angebot, ob er das macht und was es kostet.
Und wenn ich kein 3D-Modell habe?
Nach bemaßten Skizzen, Fotos oder einem Teil zum Nachbauen modellieren oder scannen manche Maker. Der Entwurf wird separat angeboten und steht im Angebot.