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Prototypen · 2026

Elektronikgehäuse nach Maß 3D drucken lassen

Was kostet es, ein Gehäuse in 3D drucken zu lassen?

Ein mittleres Gehäuse oder ein Deckel, etwa 6 × 6 × 4 cm, in FDM gedruckt, kostet zwischen 7 € und 19 €, üblich sind 12 €, ohne MwSt. und Versand, bei etwa 2 Stunden Druckzeit. Fehlt die Konstruktion, wird sie extra berechnet. Für deine eigene Platine, einen Raspberry Pi oder den gebrochenen Deckel eines Geräts nimmt man meist PETG, verschraubt über Gewindeeinsätze aus Messing. Fabrishare ist ein Netzwerk von Makern: Stell dein Projekt kostenlos ein und erhalte in 24–48 Stunden Angebote.

Welches Material für ein 3D-gedrucktes Gehäuse?

Übliche, gerundete Werte; sie hängen vom Filamenthersteller und vom Druck ab. Entscheidend ist, wo das Gehäuse steht und wie warm die Elektronik darin wird.

MaterialWärme: weich abWofür
PLAEtwa 55 °CPrototypen für drinnen, um Maße und Passung zu prüfen
PETGEtwa 70 °CDer Standard: Gehäuse für den Alltag in Innenräumen
ASA oder ABSEtwa 90 °CElektronik, die warm wird, Auto und draußen (ASA hält zusätzlich die Sonne aus)
PC (Polycarbonat)Höher als ABSNur wenn du weißt, dass du es brauchst, und der Maker es anbietet: schwierig zu drucken
ResinNiedrigKleine, präzise Gehäuse, Tasten und Lichtleiter aus klarem Resin
Nylon (SLS oder MJF)HochSerien und Schnappverbindungen, die oft geöffnet werden

Faustregel: PLA für den ersten Passungstest, PETG für das Gehäuse, das bleibt, und ASA, wenn es ins Auto, neben etwas Heißes oder nach draußen kommt. Läuft das Gerät dauerhaft, schreib es ins Projekt: Der Maker schlägt dir das Material vor.

Was kostet ein 3D-gedrucktes Gehäuse?

Richtpreise für den ganzen Auftrag, ohne MwSt. und Versand, berechnet mit dem Fabrishare-Rechner. Ein kleiner Deckel oder Halter liegt bei rund 10 €, ein mittleres Gehäuse bei rund 12 €. In Serie sinkt der Stückpreis deutlich. Muss der Maker das Gehäuse konstruieren, steht die Konstruktion extra in seinem Angebot.

TeilTechnikSpanneÜblich
Kleines Ersatzteil (Halter, Clip)FDM6 € – 17 €10 €
Mittleres Gehäuse oder DeckelFDM7 € – 19 €12 €
Serie von 100 KleinteilenFDM219 € – 585 €365 €
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Toleranzen, Spiel und Gewinde

So konstruierst du ein Gehäuse, das beim ersten Mal passt

Das sind die häufigsten Gründe, warum ein Gehäuse neu gedruckt werden muss. Konstruierst du selbst, prüf sie vor dem Einstellen; konstruiert der Maker, sag ihm, was davon für dich gilt.

Spiel

Ein gedrucktes Teil kommt nie exakt in den Maßen der Datei heraus. Lass in FDM 0,2 bis 0,5 mm Spiel pro Seite, wo etwas hineinpassen muss: die Platine in ihre Aufnahme, der Deckel in den Rahmen, die Buchse in ihren Ausschnitt. Bei Resin reicht weniger. Im Zweifel erst einen Testdruck bestellen.

Schrauben: Gewindeeinsätze statt Gewinde im Kunststoff

Ein Gewinde direkt im Kunststoff ist nach ein paar Mal Öffnen hinüber. Üblich sind Dome mit einer Bohrung, in die ein Gewindeeinsatz aus Messing (Einschmelzmutter) heiß eingesetzt wird, zum Beispiel M2,5 für einen Raspberry Pi oder M3. Schreib es ins Projekt: Nicht jeder Maker hat sie da oder setzt sie ein.

Wände, Belüftung und Ausschnitte

Für ein handgroßes Gehäuse reichen meist 2 bis 3 mm Wandstärke. Was warm wird (ein Spannungsregler, ein Prozessor, ein Netzteil), braucht Lüftungsschlitze. Zeichne die Ausschnitte für Buchsen, Taster und LEDs mit etwas Luft: Ein USB-Stecker oder eine Klinke, die nicht passt, heißt, das ganze Teil neu zu drucken.

Schnapphaken, Dichtungen und Licht

Schnapphaken funktionieren gut in PETG und Nylon und schlecht in PLA, das bricht. Ein gedrucktes Gehäuse ist von Haus aus nicht dicht: Soll es Staub oder Wasser abhalten, braucht es eine Dichtung (zum Beispiel aus TPU) und eine Konstruktion dafür. Für Lichtleiter und Sichtfenster klares Resin oder transluzentes PETG.

Was du für dein Gehäuse schicken solltest

  1. 1

    Die Datei, am besten als STEP

    Für ein Gehäuse ist STEP (.step oder .stp) besser als STL: Die Maße bleiben exakt, und der Maker kann eine Bohrung oder das Spiel anpassen, ohne neu zu konstruieren. Eine STL-Datei geht aber auch.

  2. 2

    Keine Konstruktion: Platine und Fotos

    Die Maße der Platine, die Lage der Befestigungslöcher und jeder Buchse und Fotos von oben und von der Seite mit einem Lineal daneben. Damit kann ein Maker das Gehäuse konstruieren (wird extra angeboten).

  3. 3

    Wo es steht

    Drinnen, im Auto oder draußen; ob etwas darin warm wird; ob es oft geöffnet wird.

  4. 4

    Menge und Finish

    Ein Stück, ein paar zum Testen oder eine Serie. Farbe, ob Schrauben dabei sein sollen und ob die Einsätze schon drin sein sollen.

Welche Gehäuse bestellt werden

Von den 110 erfassten Anfragen zwischen Mai und Oktober 2026 waren 26 Ersatz- und Funktionsteile und 5 Prototypen und technische Teile. Darunter der Deckel eines Mini-PCs, ein Gehäuse für einen E-Book-Reader, ein Gehäuse mit M48-Gewinde und ein Adapter für die Lüfterhalterung eines Fernsehers.

  • Deine eigene Platine

    Ein Projekt mit Arduino, ESP32 oder einer selbst entworfenen Platine: Das Gehäuse wird um Bohrungen und Buchsen herum gebaut.

  • Entwicklungsboards

    Gehäuse für einen Raspberry Pi oder ein anderes bekanntes Board, mit Ausschnitten für die Anschlüsse und Belüftung. Oft gibt es schon eine Datei, die sich anpassen lässt.

  • Ersatzdeckel und -gehäuse

    Der Batteriedeckel oder das gebrochene Gehäuse einer Fernbedienung oder eines Geräts, das der Hersteller nicht einzeln verkauft.

    Ersatzteile per 3D-Druck
  • Halter und Adapter

    Ein Teil, um ein Gerät, einen Lüfter oder einen Sensor dort zu befestigen, wo keine Halterung passt.

    Adapter drucken lassen
  • Gehäuse für Effektpedale

    Gehäuse, Knöpfe und Deckel für Gitarrenpedale. Ein gedrucktes Gehäuse braucht eine Abschirmung, zum Beispiel mit Kupferband.

    Instrumententeile drucken lassen
  • Noch keine Konstruktion

    Hast du die Platine, aber kein 3D-Modell, konstruieren manche Maker das Gehäuse nach Maßen und Fotos.

    Keine 3D-Datei?
  • Haushaltsgeräte

    Deckel, Halter und Kunststoffteile von Haushaltsgeräten, mit dem Material passend zu Wärme und Wasser.

    Ersatzteile für Haushaltsgeräte

Vom Prototyp zur Kleinserie

Ein Gehäuse passt selten beim ersten Mal perfekt. Üblich ist es, in Versionen zu arbeiten:

  1. 1

    Version 1: Maße prüfen

    Ein schneller Druck, oft in PLA, um zu sehen, ob die Platine passt, die Buchsen sitzen und der Deckel schließt.

  2. 2

    Version 2: die richtige

    Mit den Korrekturen, im endgültigen Material (PETG oder ASA) und mit eingesetzten Gewindeeinsätzen.

  3. 3

    Muster für die Serie

    Brauchst du mehrere, bestell erst ein oder ein paar gleiche und gib sie frei, bevor die Serie läuft.

  4. 4

    Die Serie

    Mit dem freigegebenen Muster druckt der Maker das Teil mit denselben Einstellungen. Zum Vergleich: 100 Kleinteile in FDM kosten rund 3,65 € pro Stück.

So bestellst du dein Gehäuse

  1. 1Stell dein Projekt kostenlos ein, mit der Datei (am besten STEP) oder den Maßen und Fotos der Platine, und schreib, wo das Gehäuse stehen wird.
  2. 2Maker aus dem Netzwerk schicken dir in 24–48 Stunden ihr Angebot mit Preis, Material und Lieferzeit.
  3. 3Du vergleichst, wählst, und der Maker druckt und verschickt.
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Häufige Fragen

Was kostet es, ein Gehäuse 3D drucken zu lassen?

Ein mittleres Gehäuse oder ein Deckel in FDM kostet zwischen 7 € und 19 €, üblich sind 12 €; ein kleiner Deckel oder Halter rund 10 €, ohne MwSt. und Versand. Muss es konstruiert werden, kommt die Konstruktion dazu. Den genauen Preis nennt jeder Maker in seinem Angebot.

Wie bekomme ich ein Gehäuse nach Maß für mein Elektronikprojekt?

Konstruier es im CAD mit 0,2–0,5 mm Spiel pro Seite, Domen für Gewindeeinsätze und Ausschnitten für Buchsen und Belüftung, und exportier es als STEP oder STL. Konstruierst du nicht selbst, schick die Maße der Platine und Fotos mit Lineal: Ein Maker aus dem Netzwerk konstruiert und druckt es.

Welches Material ist am besten für ein Gehäuse?

PETG für ein Alltagsgehäuse in Innenräumen. ASA oder ABS, wenn die Elektronik warm wird oder das Gehäuse ins Auto oder nach draußen kommt: Sie halten bis etwa 90 °C, PLA nur bis etwa 55 °C. PLA reicht für den ersten Passungstest.

Wie viel Spiel braucht die Platine?

In FDM 0,2 bis 0,5 mm pro Seite, wo etwas hineinpassen muss; bei Resin weniger. Jeder Drucker ist etwas anders, deshalb lohnt sich bei engen Passungen zuerst ein Testdruck.

STL oder STEP?

Für ein Gehäuse STEP: Die Maße bleiben exakt, und der Maker kann eine Bohrung anpassen, ohne das Teil neu zu konstruieren. STL lässt sich genauso gut drucken, aber schwerer ändern.

Kann ich direkt in den Kunststoff schrauben?

Kann man, aber das Gewinde ist nach ein paar Montagen ausgeleiert. Für ein Gehäuse, das geöffnet wird, nimmt man Gewindeeinsätze aus Messing, die heiß eingesetzt werden, etwa M2,5 oder M3. Gib sie im Projekt an.

Ist ein 3D-gedrucktes Gehäuse wasserdicht?

Nicht von Haus aus: Durch die Schichten kann Wasser dringen, und der Deckel braucht eine Dichtung. Soll es Staub oder Wasser abhalten, schreib es ins Projekt, damit der Maker es mit Dichtung, etwa aus TPU, und dem passenden Material plant.

Darf Netzspannung in ein gedrucktes Gehäuse?

Besser nicht: Ein Gehäuse aus PLA oder PETG ist weder für Netzspannung zugelassen noch auf Brandverhalten geprüft. Für Kleinspannung (Batterien, USB, 5–12 V) ist es die übliche Lösung.

Können andere Maker meine Konstruktion sehen oder kopieren?

Solange angeboten wird, sehen die Maker die technischen Daten und ein Bild des Teils, können die Datei aber nicht herunterladen. Sie bekommt nur der Maker, dessen Angebot du annimmst.